Der erste Sonnenkuss auf Fels und Firn
Wenn der Horizont nur ahnt, was kommt, laufen kalte Blautöne in zartes Rosa. Sekunden später huscht warmes Licht über Firnfelder, färbt Felsen kupfern, lässt Alpenglühen aufleuchten. Diese Übergänge passieren schnell, doch eine ruhige Haltung sieht sie früher. Ein Schritt zur Seite, ein tieferer Standpunkt, und plötzlich ordnen sich Flächen, Linien, Spiegelungen. Nicht jeder Gipfel braucht manisch erreichte Höhe; oft schenkt eine benachbarte Schulter die stimmigste Staffelung. Geduld zahlt sich aus, weil der zweite Lichtkuss manchmal der ehrlichere ist.